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Olivenöl-Anbaugebiete in Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, Türkei

Der Ursprung des Olivenbaumes als Nutzpflanze wird in Griechenland und Syrien vermutet. Von hier aus wurden die Oliven in den Orient und nach Ägypten gebracht und erlangten zunehmend Symbolcharakter für Frieden und Literatur. Trotz einer mittlerweile weltweiten Verbreitung des Olivenbaumes liegt das Zentrum für den Konsum und auch Anbau noch immer im Mittelmeerraum. Die Europäischen Staaten produzieren zusammen mehr als 75% des weltweit erzeugten Olivenbestandes und des daraus hergestellten Olivenöls. Allen voran kommen ca. 34 % der weltweiten Produktion an Olivenöl aus Spanien, gefolgt von Italien mit ca. 20 % und Griechenland mit ca. 16 %. Zu den weiteren großen Regionen des Olivenanbaus gehören Tunesien mit ca. 8 % und Türkei mit ca. 4 % des weltweiten Volumens. Damit erzeugen die fünf größten Produktionsnationen für Olivenöl ca. 82 % des weltweit gesamten Bestandes.

 

Als weltweit größtes Anbaugebiet für Olivenöl lassen sich in Spanien auch die meisten verschiedenen Sorten finden. Dies kann auf die sehr unterschiedlichen klimatischen Bedingungen in den einzelnen Regionen des Landes zurückgeführt werden. So wie es flache Ebenen und bergige Gegenden gibt, in denen es kalt oder auch warm sein kann, so verschieden schmecken auch die Sorten. Von leicht bis pikant, fruchtig bis würzig und auch farblich von dunkelgrün bis goldgelb lässt sich für jeden Gaumen das richtige Olivenöl finden. Als regionales Qualitätssigel wurde der Titel „Denominación de Origen de Aceite de Oliva virgen extra“ geschaffen, der 25 Regionen die spanische Herkunft ihrer kalt gepressten, nativen Olivenöle bescheinigt. Die bekanntesten spanischen Olivensorten nennen sich: Arbequina, Blanqueta, Cornicabra, Empeltre, Hojiblanca, Lechin de Sevilla, Manzanilla, Picual, Picudo und Verdial.

 

Dem zweitgrößten Anbaugebiet Italien wird das qualitativ beste Olivenöl nachgesagt. Nachdem durch die EU mittlerweile der Export spanischer Olivenöle zur Abfüllung nach Italien untersagt wurde, kann man sich beim Aufdruck der italienischen Herkunft auch auf diese verlassen. Ein neues europäisches Qualitätssiegel D.O.C. („Denominazione di origine controllata“) prüft die Einhaltung strenger Produktionsvorschriften in den chemischen und sensorischen Eigenschaften und wurde an die nativen Olivenöle Brisighella, Sabina, Canino, Castel del Monte, Colline di Brindisi und Aprutino Prescare verliehen.

Die bekanntesten Anbauregionen in Italien sind Ligurien, die Toskana, Umbrien, Latium , Apulien, sowie Sizilien und Sardinien und die bekanntesten italienischen Olivensorten nennen sich: Taggiasca, Moraiolo, Frantoio, Leccino, Pendolino, Cipressino, Coratina, Ogliarola, Biancolilla und Necellara del Belice.

 

Griechenland gilt als Ursprung für den kultivierten Anbau der Oliven und ungefähr 60% der Ackerflächen sind durch Olivenbäume eingenommen. Sie machen das drittgrößte Anbaugebiet aus und seine Einwohner haben sogar den weltweit höchsten Konsum pro Kopf von 20Litern im Jahr. Sie haben den Ruf für fast alle Gelegenheiten auf Olivenöl zurückzugreifen, insbesondere bei der Zubereitung von Speisen. Kreta ist auch das Heimatland für einige der hochwertigsten Olivenöle weltweit.

 

Die Produktion von Olivenöl ist in Frankreich deutlich geringer, was zum einen auf den geringeren Bedarf der Einwohner zurückzuführen ist, aber auch auf die widrigeren Umstände für den Anbau der Olivenbäume. Aufgrund der Witterungen ist der Anbau im Norden des Landes nahezu unmöglich, wohingegen die erschwerten Bedingungen im Süden zu besonderen eigenen Sorten geführt haben, denen eine sehr hohe Qualität nachgesagt wird. Zu diesen zählen die Sorten: Picholine, Aglandau und Tanche.

(siehe: Verwendung in mediterraner Küche)

 

Quellen:

[1] http://www.olivenoel-produkte.de/anbaugebiete-olivenoe

 

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