Bereits in der Antike war es bekannt, dass sich Olivenöl als Heilmittel eignet und es wurden von den alten Griechen und Römern Weisheiten geprägt wie „Innen Wein und außen Olivenöl“. Auch der ägyptische Herrscher Ramses II. pflegte bei Beschwerden auf die heilende Wirkung des Öles zurückzugreifen. Die bis zu 200 Jahre alten Bäume wurden als Lebensbäume verehrt und in der Nähe von Kirchen und zu Ehren der Toten gepflanzt. Literarische Zeugnisse der Ägypter, Griechen und Römer berichten von der Verwendung in Salben, Balsamen und Salbölen zur Verpflegung von Wunden und der Linderung von Beschwerden wie Juckreiz, Hautrisse und Kopfschmerzen.
Auch Hildegard von Bingen empfahl im 12. Jahrhundert Olivenöl zur äußeren Anwendung bei Wunden und Schmerzen. Von der Einnahme des Öles riet sie jedoch ab und es wird vermutet, dass dies auf die schlechte Qualität der Flüssigkeit nach langen Transportwegen zurückzuführen ist.
Mittlerweile sind durch praktische Anwendung und zahlreiche Studien auch die gesundheitlichen Vorteile der inneren Einnahme des Olivenöles belegt. Frühzeitig wurde ein direkter Zusammenhang zwischen der regelmäßigen Verwendung von Olivenöl in den Mittelmehrländern und den seltener auftretenden Beschwerden von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermutet. Vor allem der sehr hohe Anteil von einfach ungesättigten Fettsäuren ist für den positiven Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel und dessen Werte des negativen LDL- und positiven HDL-Cholesterins verantwortlich. Die blutverdünnenden Substanzen senken das Herzinfarktrisiko messbar, wie moderne Forschungen nach der Stoffwechselwirkung von Olivenölsubstanzen eines Mailänder Professors belegen. Die Senkung des Blutdrucks führt zu einer geringeren Anfälligkeit für Diabetes und senkt das Risiko der Erkrankung an Arteriosklerose. (siehe: Olivenöl als Naturheilmittel)
Den einfach ungesättigten Fettsäuren wird auch eine Verbesserung der Knochendichte sogar bei Erwachsenen Personen und eine antirheumatische Wirkung nachgesagt. Auch auf die Risiken von Krebserkrankungen wird von einer positiven Beeinflussung durch Olivenöl ausgegangen. Die enthaltenen Kohlenwasserstoffe (Squalen) binden freie Radikale und können so die Entstehung der Krebszellen verhindern.
Weitere positive Wirkungen auf die Gesundheit werden durch die enthaltenen Vitamine A und E erreicht. Das Vitamin E stärkt beispielsweise die Zellmembran und so genannte Polyphenole besitzen eine Schutzwirkung auf Leber und Galle.
Untersuchungen haben zudem ergeben, dass die Wirkungen beim hochwertigen Nativen Olivenöl Extra der Güteklasse 1 besonders hoch sind. Genauso wie das sehr gute Native Olivenöl der Güteklasse 2 wird es kaltgepresst ohne zusätzliche Druckverstärkung. Alle Olivenöle der übrigen Güteklassen werden z.B. durch Raffinieren hergestellt und erleiden dabei Qualitätsverlust und verlieren einen Großteil der ursprünglichen Nährstoffe.
Um jedoch einen langfristigen Gesundheitseffekt wie in den Mittelmeerregionen zu erzielen, müsste die Ernährung sehr stark umgestellt werden. Durchschnittlich werden in Deutschland pro Kopf 1/2Liter Olivenöl im Jahr konsumiert, während es in Italien 10Liter und in Spanien sogar 20 Liter sind.
Quellen:
[2] http://www.cilento-nationalpark.de/beilage/oel2.html
[3] http://www.paracelsus.de/specials/tips/tip_27.html
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