Olivenöl wurde in historischer Zeit als „Baumöl“ bezeichnet, da es aus den Olivenfrüchten des Ölbaumes hergestellt wird. Der Ölbaum soll seine Heimat vermutlich in Syrien haben und wurde von dort exportiert und verpflanzt. Heute wird Olivenöl weltweit angebaut, die größten Mengen produzieren jedoch die Europäischen Staaten. Allen voran kommen ca. 34 % der weltweiten Produktion an Olivenöl aus Spanien, gefolgt von Italien mit ca. 20 %, Griechenland mit ca. 16 %, Tunesien mit ca. 8 % und Türkei mit ca. 4 %. Damit erzeugen die fünf größten Produktionsnationen für Olivenöl ca. 82 % des weltweit gesamten Bestandes.
Im Bereich der allgemeinen Speiseöle nimmt es damit den achten Platz ein, nach Palmöl, Sojaöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Baumwollsaatöl, Erdnussöl und Palmkernöl [5]. Neben verschiedenen Kochgewohnheiten der unterschiedlichen Kulturkreise ist dies auch auf die erschwerten Bedingungen beim Anbau der Oliven und der Herstellung des Olivenöles zurückzuführen.
Für die Herstellung des Olivenöles werden sowohl das Fruchtfleisch als auch der Kern der Frucht verarbeitet. Es handelt sich aufgrund der Kaltpressung um ein reines Naturprodukt, welches durch die traditionelle oder die kontinuierliche Verfahrensweise gewonnen werden kann. In beiden Fällen entsteht ein hochwertiges Produkt, wofür über die Jahre ein enormes Gesetzeswerk entstanden ist, um die Qualität und auch die Verbraucher vor Betrug zu schützen (siehe: Rechtliche Bestimmungen von Olivenöl in der EG). Entsprechend der Herstellungsverfahren und einem durch Laboruntersuchungen festgestellten Säuregehalt werden die einzelnen Olivenöle verschiedenen Güteklassen von Nativem Olivenöl Extra bis hin zu Oliventresteröl zugeordnet und müssen diese bei dem Verkauf in Europa kennzeichnen (siehe: Güteklassen von Olivenöl). Während die Früchte selbst eine Farbe zwischen grün und schwarz aufweisen ist Olivenöl in Nuancen von grün bis goldgelb zu finden.
Olivenöl setzt sich aus verschiedenen Fettsäuren zusammen. „Im Olivenöl findet man durchschnittlich 72 % Ölsäure, 7,9 % Linolsäure, 11 % Palmitinsäure, 2,2 % Stearinsäure und 5 % Palmitoleinsäure.“ [3] (siehe: Chemische Zusammensetzung des Olivenöls). Dieser hohe Anteil an ungesättigten pflanzlichen Fettsäuren hat einen positiven Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel und senkt vor allem im Mittelmeerraum die Häufigkeit Koronarer Herzerkrankungen. Zudem lassen sich wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente finden, die zu den sehr guten gesundheitlichen Eigenschaften beitragen. So finde Olivenöl nicht nur in Küche seinen Platz, sondern wird auch für verschiedene Kosmetika und Parfüm, als Naturheilmittel, Konservierungsmittel aber auch im Handwerk unter Verwendung des Olivenholzes verarbeitet.
Quellen:
[1] http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=45390
[2] http://es.wikipedia.org/wiki/Aceite_de_oliva
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Oliven%C3%B6l
[4] http://www.daskochrezept.de/bundeslebensmittelschluessel/naehrwerte/olivenoel_Q120000_12.html
[5] http://www.biothemen.de/Qualitaet/mittelmeer/oliven_olivenoel.html
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