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Oliven

Der Olivenbaum wird bereits seit 6000 Jahren als Nutzpflanze angebaut und stammt vermutlich aus dem Bereich um Syrien. Frühzeitig verbreitete er sich über den gesamten Mittelmeerraum und kam im Zuge der Weltumseglungen im 16. Jahrhundert auch nach Mittel- und Südamerika. Nach wie vor konzentriert sich der weltweite Anbau dieser Ölbaumart auf den Mittelmeerraum, wo aus seinen Früchten heute ungefähr 75% der Weltproduktion an Olivenöl (siehe: Olivenöl) hergestellt werden.

 

 

Ein Jungbaum braucht durchschnittlich 7 Jahre bis er erstmals Früchte trägt, die später verzehrt oder verarbeitet werden können. Die Früchte des Olivenbaumes, die Oliven, sind meist grün oder violett und werden in den Wintermonaten von November bis Februar geerntet. Die Ernte (siehe: Erntemethoden) erfolgt je nach Region und Sorte entweder durch Pflücken mit der Hand, durch das Herabschlagen der Oliven oder dem Rütteln an den Ästen. Für die Herstellung von hochwertigen Olivenölen werden jedoch nur die aufwendig per Hand gepflückten Früchte verwendet. Das Herabschlagen der Früchte wird nur eingesetzt, wenn bewusst eine mindere Qualität der Früchte erreicht werden soll, wenn diese z.B. für die Weiterverarbeitung in großen industriellen Raffinerien zur Herstellung kostengünstiger Olivenöle bestimmt sind. Alternativ wird auf großen Olivenhainen auch zunehmend eine Rüttelmaschine verwendet, die die Erntehelfer aus Kosten- oder Zeitgründen ersetzen soll. Der Einsatz dieser Maschine ist jedoch nur möglich, wenn es sich um kleinere Bäume in flacher Ebene handelt, die in ausreichendem Abstand zum benachbarten Olivenbaum stehen. Zu jeder Form der weiteren Nutzung der Früchte ist es jedoch immer wichtig, dass sie bei der Ernte keinen Schaden nehmen. Sobald die Außenhaut beschädigt ist, tritt der Abbauprozess ein und die Früchte sind nicht mehr für den Verzehr oder die Verarbeitung zu Olivenöl geeignet.

 

Von der gesamten Olivenernte werden 90% der Früchte zu Olivenöl verarbeitet. Die übrigen 10% werden für den direkten Verzehr mit Lauge behandelt und anschließend in Salzlake eingelegt. Durch diese Konservierung kann der Bitterstoffgehalt gesenkt und die Beschaffenheit des Fruchtfleisches verbessert werden. Bekannt sind die Oliven in verschiedenen eingelegten Varianten mit Kräutern und / oder gefüllt mit unterschiedlichsten Delikatessen. Sie dienen oft als Garnitur für kalte Speisen oder werden in bestimmten Regionen als Würzpaste serviert. Werden die Oliven noch unreif geerntet, dann haben sie noch eine kräftige grüne Färbung, während die schwarzen Früchte erst reif gepflückt wurden und einen kräftigeren Geschmack besitzen.

 

Quellen:

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Olivenbaum

[2] http://www.biothemen.de/Qualitaet/mittelmeer/oliven_olivenoel.html

[3] http://www.olivenmarkt.de/markt/olive.htm

 

 

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