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Historische Relevanz

Die ältesten entdeckten Olivenkerne sind ungefähr 9000 Jahre alt und wurden in historischer Zeit vermutlich von wilden Olivenbäumen gesammelt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die ersten Olivenbäume etwa 4000 v. Chr. von den Menschen als Nutzpflanze kultiviert wurden, und der Olivenbaum zu den ältesten Kulturpflanzen zählt. Es gibt eine Vielzahl an Hinweisen im Alten und Neuen Testament der Bibel, die die Bedeutung der Olive zur damaligen Zeit belegen. Über 2500 Jahre alte Wandmalereien und Tontafeln zeigen die wohl ältesten Darstellungen des Ölbaums.

 

Es wird angenommen, dass der Ursprung des kultivierten Anbaus der Olive auf Kreta und in Syrien begann. Der Reichtum und Wohlstand beider Regionen lässt sich auf den intensiven Export von Oliven, besonders nach Ägypten und den Nahen Osten, zurückführen. Im 6. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich der Anbau der Olivenbäume auch in Italien und stand dort ebenso hoch im Kurs, wie bei den Griechen.

 

Die bis zu 200 Jahre alten Bäume wurden als Lebensbäume verehrt und in der Nähe von Kirchen und zu Ehren der Toten gepflanzt. Literarische Zeugnisse der Ägypter, Griechen und Römer berichten von der Verwendung in Salben, Balsamen und Salbölen zur Verpflegung von Wunden und der Linderung von Beschwerden wie Juckreiz, Hautrisse und Kopfschmerzen.

 

Der Ölzweig galt innerhalb kurzer Zeit als Friedenssymbol und wurde bei der Bitte um Frieden durch die Unterlegenen in den Händen gehalten. Für besondere Dienste der Bürger wurde ein aus Olivenzweigen gefertigter Kranz verliehen, der auch bei Olympischen Spielen den Sieger auszeichnete. Auch heute kommt dem Olivenöl eine hohe Bedeutung bei der Entfachung des Olympischen Feuers zu. Und auch die UNO-Flagge wird noch heute symbolisch durch den Olivenzweig geschmückt.

 

Aus Homers Epen geht zudem hervor, dass das Olivenholz eine besondere Festigkeit aufweist und daher gern für die Herstellung von Axtstilen oder Möbeln verwendet wurde. Orientiert an diesen literarischen Vorreitern wählten auch in der frühen Neuzeit Dichter wir Goethe und Erich Kästner den Ölbaum als Motiv für Ihre Werke.

 

Schon seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. wird aus den Olivenfrüchten gepresstes Olivenöl hergestellt und als Nahrungsmittel und Heilmittel verwendet. Schon damals wurden Qualitätsstufen für die Einordnung der Ölsorten festgelegt und nur die beste Güteklasse, das sogenannte „Viridum“, durfte für religiöse Anlässe, die Medizin und Kosmetik verwendet werden.

 

Nach dem Ende des Römischen Reiches nahm auch der Handel mit den Produkten des Olivenbaumes ab und wurde lediglich in ausreichenden Mengen für den eigenen Verzehr geerntet. Dennoch schaffte es die Olive im 16. Jahrhundert auch nach Mittel- und Südamerika und letztlich zu einer weltweiten Verbreiten und Entstehung verschiedener Olivensorten, die heute weltweit angebaut werden. Während das Olivenöl aus dem Orient zur Behandlung von Textilien, Schmierung oder Beleuchtung verwendet wurde, gilt das europäische Olivenöl nach wie vor als am hochwertigsten für den Lebensmittelverzehr. Im Mittelmeerraum werden auch heute noch die größten Mengen an Oliven und Olivenöl konsumiert und somit erklärt es auch, warum 95% aller Oliven in dieser Region angebaut werden. Nur allein im Mittelmeerraum lassen sich heute weit über 600 Olivensorten zählen. (siehe: Olivenöl-Anbaugebiete in Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, Türkei)

Quellen:

[1] http://www.italien-aktuell.info/olivenoel/

[2] http://www.lakonikos.de/olivenoel/kultur

[3] http://www.olivenmarkt.de/markt/olive.htm

[4] http://www.paracelsus.de/specials/tips/tip_27.html

 

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