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Entwicklung des weltweiten Olivenölmarktes

Der weltweite Trend des Olivenöl-Konsums ist stetig steigend. Allein zwischen den Jahren 1990 und 2005 ist die Weltolivenproduktion jährlich um ungefähr 6% angestiegen und der International Olive Council berichtete 2006/2007 von einem Rekordverbrauch von 2,9 Millionen Tonnen. Und seit 2006 setzt sich dieser Trend sogar stärker fort.

 

Vorreiter ist vor allem der Exportriese Spanien, dessen Olivenöl seit 2007 einen wahren Siegeszug feiert. Im Vergleich zur Saison 2006/2007 stieg die Olivenernte von ungefähr 800.000 Tonnen auf ganze 1.228.100 Tonnen in der Folgesaison 2007/2008 um 11% an.

Diese erhöhte Ernte ist zum Großteil in der Entwicklung innovativer Technologien begründet, die den Anbau und die Ernte der Olivenfrüchte erleichtern. Somit konnte vor allem auch die Qualität vieler Produkte gesteigert werden und es kann zunehmend der erhöhten Nachfrage nach Nativem Olivenöl Extra der Güteklasse 1 entsprochen werden. Bei der Herstellung von Olivenöl ist es besonders wichtig, dass die Zeit zwischen der Ernte und der Weiterverarbeitung zum Öl möglichst gering gehalten wird. So dass allein durch den optimierten Transport der meist traditionell von Hand geernteten Früchte eine enorme Zeitersparnis erreicht werden kann.

 

Hauptabnehmer des spanischen Olivenöles sind Italien, Frankreich, Portugal, Großbritannien und Australien mit einer ungefähren Menge von knapp 550.000 Tonnen. Allein Italien importiert aus Spanien und anderen Nationen soviel Olivenöl, wie es selbst produziert, um die eigene Nachfrage zu decken und das Olivenöl in geringerem Maße selbst zu exportieren.

 

Deutschland importiert ungefähr 60.000 Tonnen Olivenöl aus Italien (70%), Spanien (12%) und Griechenland (10%). (siehe: Die Entwicklung des Olivenölmarktes in Deutschland)Der hohe Anteil der Importzahlen aus Italien ist jedoch auf den Weiterverkauf der italienischen Händler von spanischen Marken zurückzuführen. Der spanische Anteil wird auch weiterhin steigen, da der spanische Marktführer Grupo SOS/Carbonell stetig Anbieter von Olivenölen aufkauft, die in Deutschland und anderen Nationen nachgefragt werden.

 

Experten gehen davon aus, dass diese Entwicklung der Nachfrage vor allem auf das stärkere Bedürfnis nach gesunder Ernährung zurückzuführen ist. Viele Studien haben bereits belegt, dass die regelmäßig Einnahme von Olivenöl, wie es seit Jahrhunderten in der Mittelmeerregion Tradition ist, einen positiven Einfluss auf das gesundheitliche Wohlbefinden hat. Viele Ernährungsberater predigen die mediterrane Ernährung und auch die größere Transparenz stärkt das Vertrauen der Konsumenten in die verschiedenen Sorten der Olivenöle.

 

Neben diesen positiven Trends für Produzenten und Verbrauchen gibt es noch eine weitere Entwicklung. Durch die steigende Produktion ist ein stetiger Preisverfall der Olivenöle zu beobachten. Dieser wird in vereinzelten Jahren durch schlechte Witterungsbedingungen verstärkt, wie etwa im Hochsommer 2008, wo die Olivenbäume in der Mittelmeerregion sehr stark von der Olivenfliege befallen waren. Die Qualität der Produkte hat darunter teilweise sehr gelitten, so dass vor allem die traditionellen kleinen Betriebe nicht mehr profitabel genug produzieren konnten. Seit 2009 geht daher vielfach die Sorge um, dass unter solchen Bedingungen nur mit vollautomatisierten Methoden die Gewinnmargen zu halten sind. Diesem Preisdruck halten häufig nur die Großbetriebe oder auch Kleinbauern durch, die bei der Ernte auf unbezahlte Familienmitglieder zurückgreifen können, da die Bezahlung von Erntehelfern zu kostspielig wird.

Im Gegenzug bleibt die Nachfrage nach hochwertigen Produkten bestehen und die Preise für Native Olivenöle Extra steigen im Zuge der schlechteren Ernte zunächst in den Produktionsländern, aber folglich auch in den Importländern an.

 

Quellen:

[1] http://www.olio-olivo.de/olivenoel/der-markt.html

[2] http://www.open-pr.de/news/246885/Wachstum-beim-Weltmarktfuehrer-Spanisches-Olivenoel-erobert-neue-Maerkte.html

[3] http:/www.geagroup.com/flash/GEA_ebook_05/_de/pages/GENERATE05_de.pdf

[4] http://www.artefakten.net/pdf/Auskuenfte_2010.pdf

 

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